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Herkunft
Auch wenn hierzulande die Aubergine bis vor kurzem noch als Exotin galt - in
ihrer Heimat Indien sowie China ist das Nachtschattengewächs seit Jahrtausenden
bekannt (sie wird schon frühzeitig in Sanskritschriften erwähnt). Die
Ur-Aubergine, die von den noch heute zahlreich vorkommenden Wildformen abstammt,
hat die Form und Farbe eines Hühnereis, also gelblichweiß und eiförmig, was den
aus dem Englischen Zweitnamen "eggplant", Eierfrucht erklärt. Die Araber
(Mauren) brachten die Auberginen im 13. Jahrhundert nach Europa, wo sie wegen
ihres großen Sonnen - und Wärmebedarfs vor allem im Süden heimisch wurden. Davon
rührt sicher der Name "Spanisches Ei". Wegen ihres bitteren Geschmacks verpönt,
galt sie lange als "mela insana", als krankmachender Apfel und wurde hierzulande
auch als "Dollapfel" bezeichnet.
Anbau
Wir bekommen sie im Sommer und Herbst aus Italien, Spanien und Frankreich; auch
in warmen Gegenden in Deutschland kann die Aubergine heranreifen. Im Winter
beziehen wir sie aus Israel, Marokko und dem Senegal. Auch Treibhausware aus
Holland wird inzwischen angeboten. Die Aubergine ist eine leicht verderbliche
Frucht und wird deshalb in Kühlwaggons und Lkws oder im Flugzeug so schnell wie
möglich vom Feld zum Käufer gebracht.
Die violette keulen- oder walzenförmige Frucht wird 10 bis 20 cm lang und
zwischen 250 und 800 Gramm schwer. Die größten Früchte sind allerdings nicht die
besten. Heute sind die Bitterstoffe weitgehend durch Züchtung verloren gegangen,
wobei die Regel gilt, dass kleinere Früchte weniger bitter sind.
Inhaltsstoffe
Die Aubergine enthält sehr wenig Kalorien, gerade einmal 25 Kalorien auf 100
Gramm Frucht. Ein Vorzug, der leider durch den oft zu reichlichen Verbrauch von
Olivenöl bei der Zubereitung wieder zunichte gemacht wird. Die Vitamine sitzen
mehr in der Schale als im Fruchtfleisch, nämlich B1 Thiamin (das unsere Nerven
erst funktionsfähig macht) und B2 Riboflavin (versorgt uns mit Zellenergie,
lässt Haare wachsen und kräftigt unsere Haut) sowie Folsäure.
Ganz wichtig: Auberginen haben einen hohen Anteil an löslichem Ballaststoff und
dadurch das Vermögen, schädliches LDL-Cholesterin zu binden und aus dem Körper
abzutransportieren. Die Terpene, das sind Sekundäre Pflanzenstoffe in der
Aubergine, verhindern als wichtiger Schutzstoff bestimmte hormonelle Einflüsse
bei der Entstehung bestimmter Krebsarten.
Auch in der Kosmetik kann die Aubergine Gutes tun: als Reiniger der
Gesichtshaut, besonders bei öligen Hauttypen, kann eine Maske aus einer
pürierten Aubergine vermischt mit einem Becher Joghurt, und 20-30 Minuten
aufgelegt, Wunder wirken.
Einkauf und Lagerung
Auberginen sind reif, wenn ihre Schale glänzend, fleckenfrei, glatt und prall
ist. Die Schale soll auf Fingerdruck etwas nachgeben und der Stiel frisch und
grün sein. Eine geschmacksvermindernde Überreife kann man an braun verfärbten
Kernen und leicht schwammigem Fruchtfleisch erkennen. Sehr junge, feste Früchte
müssen nachreifen. Sie enthalten zuviel Solanin, das bittere Gift der
Nachtschattengewächse, das Übelkeit und Magen-Darmbeschwerden hervorruft. Im
Kühlschrank hält sich die Aubergine etwa eine Woche lang. Nicht neben Obst und
Tomaten lagern, da das Gemüse sehr empfindlich gegenüber Reifegas ist, das
besonders von Äpfeln und Tomaten verströmt wird. Da das Gemüse das ganze Jahr
über zu kaufen ist, braucht man es nicht einzufrieren.
Zubereitung
Auberginen eigenen sich nicht zum rohen Verzehr. Wenn man sie nur kurz kocht
oder brät,
sollte
man die Bitterstoffe entziehen, das folgendermaßen geht: Aubergine in Stücke
schneiden, in ein Sieb legen, das über einer Schüssel hängt. Die Früchte kräftig
von allen Seiten salzen. Das entzieht die Bitterstoffe und das Wasser. Nach etwa
10 Minuten werden die Auberginen gründlich mit Küchenkrepp abgetrocknet. Ein
paar Tropfen Zitronensaft verhindern das Braunwerden des Fruchtfleisches. Nun
saugen die Auberginen beim Braten nicht so schrecklich viel Fett auf. Mein Tipp
wäre, die Auberginen in dünnen Streifen in einer Grillpfanne ohne Fett goldbraun
braten. Dabei häufig die Scheiben wenden, damit sie nicht anbrennen. Will man
die Früchte ohne Schale zubereiten, schält man sie entweder oder brüht sie wie
Tomaten. Man kann sie aber auch auf dem Rost im Backofen bei 200 Grad 20 Minuten
unter mehrfachem Wenden grillen, bis die Schale schwarz ist. Dann legen sie ein
feuchtes Handtuch auf die Frucht und sie lässt sich leicht abziehen. Vorteil:
das Fruchtfleisch gart gleich mit. Diesen Vorgang kann man auch in der
Mikrowelle relativ schnell erreichen.
Auberginen mögen Mittelmeerkräuter wie Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Oregano und
Basilikum.
Hinweis: Wir haben die Beiträge nach bestem Wissen
erstellt. Sollten Sie dennoch in unseren Beschreibungen Fehler finden, danken
wir für jeden Hinweis.
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