Blutgruppendiät???  

 

 

Die Blutgruppen haben sich erst im Laufe der menschlichen Entwicklungsgeschichte gebildet. So vor 40.000 Jahren hatten alle prähistorischen Menschen nur eine Blutgruppe, nämlich die Gruppe 0.

Damit hat alles angefangen. Der Mensch war in der Zeit noch Jäger und lebte von Fleisch. Später, als der Mensch dann den Ackerbau entdeckte, kam die Gruppe A dazu. Dann tauchte, vor 10-15 000 Jahren, die Blutgruppe B auf, und zwar bei Menschen im Himalaya, wo fettes Essen ein guter Schutz gegen die Kälte war. Und schließlich kam die jüngste Blutgruppe AB dazu, eine Mischung aus A und aus B. Soweit die Geschichte.

Welche Schlüsse kann man daraus nun ziehen? Es könnte ein Zusammenhang zwischen Blutgruppen und Ernährungsweise bestehen.

Die Anhänger der Blutgruppendiät behaupten, dass zusammen mit Nahrungsmitteln auch sogenannte Lectine ins Blut gelangen. Das sind Eiweißstoffe, die mit den Blutbestandteilen reagieren können. Und wenn sie sich nicht vertragen, verklumpen sie. Das schadet der Gesundheit. Die Konsequenz der Blutgruppendiät: man soll sich nur von Lebensmitteln ernähren, die zur eigenen Blutgruppe passen, weil sich dann auch die Lectine in den Lebensmittel mit dem Blut vertragen und nicht verklumpen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält das Ganze wissenschaftlich für völlig unhaltbar. Lectine machen im Blut gar keine Klumpen! Ein Allheilmittel zum Schutz gegen Zivilisationskrankheiten ist die Diät keinesfalls. Auch bestehende Krankheiten werden nicht geheilt. Sogar gefährlich scheint  der Rat zu sein, Frauen mit Blutgruppe A könnten bei Brustkrebs mit einer Diät aus Erdnüssen, Weizenkeimen, Linsen und Weinbergschnecken(!) ihre Überlebenschancen verbessern.