Ei - Allergie  

 

 

Die Allergie gegen Hühnerei gehört zu den häufigsten Nahrungsmittelallergien. Das Immunsystem reagiert aber, von Patient zu Patient verschieden heftig, sowohl auf rohe, als auch auf gekochte und gebratene Eier.

Das bedeutet, dass nicht alle allergie-auslösenden Eiweissstoffe durch Hitze zerstört werden. Eier zu verzehren ist also für diese Allergiker grundsätzlich ein Risiko. Aber darauf kann man sich einstellen und Eier weg lasssen.

Was den Ei-Allergikern das Leben wirklich schwer macht, das sind die vielen fertigen Lebens- und Genussmittel, in denen Ei verarbeitet ist. Bei Crèmespeisen, Mayonnaise etc. kann man sich das ja noch vorstellen. Aber es ist schon schwerer bei Ei als Bindemittel in Teig- und Backwaren, Mehl- und Kartoffelklößen, Ei als Lockerungsmittel in Süßspeisen, als Klärmittel in Aspik, Ei in Fertigsalaten, Frikadellen, Zwieback, Semmelknödeln, Lebkuchen, Zuckerwatte, ja sogar in einigen Wermut-Getränken.

Da sollte man beim Einkauf immer die Lesebrille dabei haben, um das Kleingedruckte zu studieren. Vollei, Eiklar, Eigelb, Eipulver und wie diese Bezeichnungen alle heißen - darin steckt für Eiallergiker das Risiko.

Und jetzt gemäss einem Fernsehbericht auch in Kirchenstaub! Alte Kunstwerke brauchen Pflege, sie müssen vom Schmutz befreit und restauriert werden. Da nimmt man den Staub natürlich in Kauf. Aber manchen Menschen kann in diesen Jahrhunderte alten Staubwolken buchstäblich die Luft wegbleiben. Eine junge Frau wurde mit einem massiven Hautausschlag in die Klinik eingeliefert. Dazu kamen asthmaähnliche Atembeschwerden. Eine Allergie, stellten die Dermatologen fest. Aber wogegen? Die junge Patientin wohnte direkt gegenüber einer Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Dort wurden Wandmalereien restauriert, ab und zu zog eine Staubwolke über die Straße. Also untersuchte man auch diesen Kirchenstaub. Und da wurden Spuren von Hühnerei entdeckt. Früher war es weit verbreitet, Farbe mit Hühnerei zu binden. Diese Methode kannten schon die alten Römer. Aber die allergieauslösenden Stoffe im Hühnereiweiß können Hunderte von Jahren überleben und bei Ei-Allergikern - über den Staub - immer noch Reaktionen auslösen.