Fisch und Herzleiden  

 

 

Die Mediziner hatten festgestellt, dass die Ureinwohner von Alaska und Grönland kaum jemals herzkrank werden. Des Rätsels Lösung: das Fischfett hält sie gesund.

Dieses besondere Fett enthält die sogenannten Omega-3-Fettsäuren. Man findet sie vor allem in Kaltwasserfischen. Die brauchen es nämlich, damit sie in der Kälte beweglich und geschmeidig bleiben und nicht stocksteif werden, als hätte man sie tiefgefroren.

Nun, was heißt das für uns Menschen? Wenn ich nur mal die neusten Untersuchungsergebnisse betrachte, dann lässt sich zum Beispiel sagen: Fischfett schützt das Herz vor lebensgefährlichen Rhythmusstörungen. Und das Risiko, an Kammerflimmern zu leiden, und dann am plötzlichen Herztod zu sterben, ist bei regelmäßigen Fischessern deutlich geringer. Und seit neustem weiß man auch warum: Fischfett wird direkt in die Herzmuskelzellen eingelagert und sorgt von dort aus für einen gleichmäßigen, gesunden Herzschlag.

Übrigens, wer ab und zu diese unangenehmen Herzstolperer spürt - meistens sind die ja ungefährlich - auch der wird von Hering, Makrele und Lachs profitieren. Aber damit noch nicht genug: Fischfett senkt beim Menschen den Blutfettgehalt und sorgt auch dafür, dass das Blut flüssig und ungehindert durch die Adern fließt. Indirekt ist das auch eine Vorbeugung gegen Herzinfarkt.

Also, regelmäßig zweimal in der Woche eine Fischmahlzeit und man beugt zahlreichen Krankheiten vor. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Besonders bemerkenswert aber finde ich, dass das Schlaganfallrisiko bei Frauen, die zweimal pro Woche Fisch essen, um bis zu 50% geringer ist. Verglichen mit Frauen, die nie Fisch verzehren. Allerdings muss eine Einschränkung gemacht werden. Schwangere sollten zumindest bei Thunfisch vorsichtig sein, weil die älteren Tiere oft recht viel Quecksilber enthalten, was für das werdende Kind nicht so günstig ist.