Lebensmittelvergiftungen  

 

 

Die meisten Lebensmittelvergiftungen sind bakterielle Magen-Darm-Entzündungen, die durch Salmonellen (Salmonella enterica) hervorgerufen werden. Andere Erreger kommen in Lebensmitteln seltener vor. Die Ausnahme sind allerdings Pilzvergiftungen, von denen Kinder aber nicht sehr häufig betroffen sind.


Hygiene ist wichtig. Möglich ist aber auch eine Übertragung der Krankheit durch einen Erkrankten. Deshalb ist bei einer Lebensmittelvergiftung eine konsequente Hygiene insbesondere bei der Toilettenbenutzung ganz wichtig. Sonst kann ein Erkrankter die ganze Familie anstecken.


Bei manchen Lebensmitteln ist besondere Vorsicht geboten. Übertragen werden die Bakterien in der Regel durch infizierte Nahrungsmittel wie Fleisch (besonders Hack), Milch, Eipulver, rohe Eier, Geflügel, Mayonnaise und Speiseeis. Weil die Mahlzeiten meistens von der ganzen Familie gegessen werden, kann eine Lebensmittelvergiftung mehrere Personen in einer Familie gleichzeitig betreffen. Die gleichen Gefahren gelten bei Restaurants und in der Heimversorgung.



Plötzlicher Durchfall mit Erbrechen ist typisch. Eine Lebensmittelvergiftung beginnt in den meisten Fällen mit plötzlichen Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfällen. Die Kinder fühlen sich meisten richtig krank. Sie können Fieber und Schüttelfrost haben. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden in wenigen Tagen von selbst ab.


Schwere Fälle sind selten, aber gefährlich. In schweren Fällen, bei denen massenhaft Erreger mit den Lebensmitteln eingenommen worden sind, kann es zu sehr heftigen Durchfällen und Erbrechen kommen. Die Kinder verlieren dann sehr viel Wasser und Elektrolyte und ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich sehr schnell. Das kann besonders für Säuglinge lebensbedrohend sein.


Viel trinken, später langsamer Kostaufbau. Die Therapie bei diesen Arten der Lebensmittelvergiftung besteht in der Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyten und der Einhaltung einer Diät, bis die Beschwerden abklingen. Sie wird nach den gleichen Grundsätzen vorgenommen, wie bei der Gastroenteritis. Lediglich in seltenen, schweren Fällen, müssen Antibiotika eingesetzt werden.