Zwiebeln

 

 

 

 

Die Zwiebel ist ein wohlschmeckendes Liliengewächs. Ob roh, gedünstet oder gebraten, beliebt sind nicht nur dicke Gemüsezwiebeln und milde rote Sorten, sondern auch feine Silberzwiebeln, scharfe Lauchzwiebeln und Schalotten. Das Sortiment ist in Form, Farbe und Grösse sehr vielfältig. Es gibt flache, ovale, längliche, plattförmige und kugelförmige Sorten.

 

Man unterscheidet nach der Aussaatzeit zwischen Winterzwiebeln und Sommerzwiebeln. Sobald der Boden im März frostfrei ist, werden die Sommerzwiebeln ausgesät. Ab August bis Ende September sind sie erntereif. Im August erfolgt dann die Aussaat der Überwinterungs-Zwiebeln. Innen sind sie saftig und weiss, mit einem Durchmesser bis zu 10 cm.

 

Eine besondere Variante bilden die jungen Lauchzwiebeln oder Grünzwiebeln, auch Frühlingszwiebeln genannt, die man mitsamt ihrem frischen Laub sehr gut roh verzehren kann.

 

Die antibakterielle Wirkung der Zwiebel stärkt die Leistungsfähigkeit des Organismus und macht ihn weniger anfällig. Zusammen mit Honig oder Zucker lindern sie Husten und Heiserkeit. Die würzigen bis scharfen Aromastoffe der Zwiebel, Glucosinolate genannt, gelten als natürliche Antibiotika und sollen sogar Krebs vorbeugen. Weitere wichtige Inhaltstoffe der Zwiebel sind Kalium, Kalzium, Zink und Phosphor, sowie die Vitamine B und C. In Frühlingszwiebeln ist auch das Provitamin A enthalten.

 

 
Die klassische braune Speisezwiebel ist seit über 5000 Jahren als Nähr- und Heilmittel bekannt. Sie schmeckt würzig-scharf, wirkt aber beim Schmoren durch ihren hohen Zuckergehalt von 8 Prozent leicht süsslich. Sie schmeckt besonders gut in Schmorgerichten und allem, was etwas mehr Schärfe vertragen kann. Roh ist sie nur echten Fans zu empfehlen.

 
Die weisse Zwiebel wird vorwiegend in wärmeren Ländern angebaut, hat einen mild-würzigen Geschmack und ist nicht sehr scharf. Man kann sie ebenso wie die normale Speisezwiebel verwenden, aber auch für Marinaden oder in Salaten einsetzen.

 
Rote Zwiebeln stammen aus Italien. Sie sind süss und mild-scharf. Sie eignen sich prima zum Roh-Essen in Salaten und sehen dazu sehr dekorativ aus. Beim Kochen verlieren die Zwiebeln etwas Farbe.

 
Gemüsezwiebel: Sie stammt ursprünglich aus Spanien und ist die grösste, schmeckt mild-aromatisch. Die Gemüsezwiebel wird gern für Rohkost oder gefülltes Gemüse benutzt. Sie lässt sich zu Hause nur kurze Zeit lagern.

 
Schalotten oder Eschalotten sind die feinsten und mildesten aller Zwiebeln. Sie variieren in der Farbe von rosa bis kupferfarben, und je nach Herkunftsland sind sie unterschiedlich gross. Sie passen mit ihrem milden Aroma besonders gut in die feine Küche.

 
Die kleinste Abart der Speisezwiebel sind die zarten Silberzwiebeln oder Perlzwiebeln, die vorwiegend zum Einlegen verwendet werden. Sie sind unentbehrlich für die Herstellung von Mixed Pickles und ideal als pikante Beilage zu vielerlei Speisen.

 

So werden Zwiebelwürfel geschnitten:


Die äussere Haut abziehen und die Zwiebel vom Strunk her halbieren. Die angeschnittene Seite auf ein Brettchen legen, dann die Zwiebel waagerecht zum Brett einige Male bis kurz vor den Strunk einschneiden, sie sollte dabei nicht auseinander fallen. Nun von oben vom Strunk nach vorn zur Spitze ebenfalls einige Male einschneiden, auch dabei sollte die Zwiebel noch zusammenhalten. Die Würfel jetzt einfach von vorn nach hinten abschneiden.

 

Zwiebeln dünsten


Die Zwiebelwürfel sollten bei milder Hitze gedünstet werden. Ist die Temperatur zu hoch und die Zwiebeln werden dunkel, können sie schnell einen bitteren Geschmack bekommen.

 

 

Nicht weinen

 

Alle Zwiebeln enthalten Allicin, ein schwefelhaltiges, ätherisches Öl, das die Schleimhäute reizt, aber auch für den natürlichen antibiotischen Effekt der Zwiebeln verantwortlich ist.
Tipp gegen Tränen: Verwenden Sie beim Schneiden der Zwiebel ein ganz scharfes Messer, und atmen Sie durch den Mund, nicht durch die Nase! Wenn man die Zwiebeln unter Wasser schält und anschneidet und dann ein nasses Messer und ein nasses Schneidebrett verwendet, werden sehr viel weniger reizende Substanzen frei. Übrigens: Zwiebeln – zum Beispiel für einen Salat – lassen sich „entschärfen“, wenn man sie kurz mit kochendem Wasser überbrüht.

 

Lagerung

 

Übrig gebliebene Zwiebelstücke halten sich in Folie verpackt einige Tage im Kühlschrank. Auch Frühlingszwiebeln sollten hier gelagert werden. Normale Speisezwiebeln dagegen mögen die Feuchtigkeit im Kühlschrank nicht. Wenn sie aber zu warm und zu hell lagern, beginnen sie zu keimen. Das macht sie nicht giftig, aber sie werden weich und schmecken weniger gut. In dunkeln Räumen können Zwiebeln ohne weiteres bis zu 6 Monate gelagert werden.