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Broccoli - brocoli
(Brassica oleracea var.
silvestris)
Ob weisse oder grüne
Knospen: die Heimat des Blumenkohls und des Broccoli - auch Brokkoli
genannt - ist dieselbe. In Kleinasien wuchsen sie auf als wilde
Geschwister, wurden schon vor den alten Griechen kultiviert und erhielten
von den Römern ihren Familiennamen Brassica oleracea. Er stammt vom
lateinischen brachium (Arm oder Zweig) und klingt noch heute im Wort
Broccoli oder Bröckelkohl durch. In England hat er sich als "Italienische
Spargel" einen Namen gemacht. Feinschmecker in unseren Regionen hoben die
grünen Röschen schliesslich in den Gemüseadel: Sie nennen ihn Spargelkohl,
weil seine zarten Stengel nach diesem Feingemüse schmecken.
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Broccolifeld in den USA |
Einkauf:
Ob Broccoli frisch ist,
verrät untrüglich seine Farbe: Die winzigen Blütenknospen müssen blaugrün,
Blätter und Stiele kräftig grün gefärbt sein. Schon nach kurzer Lagerung
wird Broccoli gelb und welk. Der Stiel sollte zart und nicht länger als
13-15 cm sein.
Frischhalten:
Broccoli ist nicht lange
lagerfähig. In kühler, feuchter Luft können Sie ihn 1-2 Tage aufbewahren.
VORSICHT: Broccoli ist licht-, wärme- und druck-empfindlich.
Broccoli in der Küche:
Von Broccoli können Sie
alles verwenden: Die feinen Blütenknopsen, Blätter und Stiele. Die
festeren Stielenden werden wie Spargel geschält. Wie Blumenkohl, sein
enger Verwandter, wird Broccoli immer gekocht, nicht aber gedünstet - kann
aber auch roh gegessen werden (z.B. Broccoli-Salat).
Gekocht oder blanchiert
kann es dann weiter verarbeitet, z.B. überbacken werden. Die zarten
Blütenknospen oder Röschen brauchen weniger Garzeit (5-8 Minuten) als die
Stiele (10-15 Minuten). Daher die Stiele besser getrennt vorkochen oder
blanchieren, Blütenknospen und Blätter später zugeben. Der geschälte Stiel
kann auch für Suppe mitverwendet werden.
Der feine edle Geschmack
des Broccoli darf von allzu starken Gewürzen nicht übertönt werden,
allerdings ist Knoblauch sein guter Partner. Weisswein, Zitronensaft,
Butter sind empfehlenswerte Zutaten. Broccoli passt zu Kalb, Geflügel,
Schwein, Lamm, Steaks. Tipp: Zarte Blätter können fein gehackt und am
Schluss über das Broccoli-Gericht gestreut werden.
Einfrieren:
Broccoli ist bestens
geeignet. Das geputzte Gemüse vorher 3-4 Minuten blanchieren. Lagerzeit:
bis zu einem Jahr.
Auftauen:
Unaufgetaut mit wenig
Flüssigkeit und Butter in einen Topf geben, bei milder Hitze zugedeckt
auftauen.
Saison:
Von März bis Oktober
Sorten:
Frühe und späte Sorte mit
unterschiedlichen Sprossen. Verwendet werden heute hauptsächlich
Hybridsorten.
Anbau:
In allen marktnah
produzierenden Anbaugebieten. Hauptanbaugebiete in Europa sind die
westlichen Mittelmeerländer. In der Schweiz wurden im Jahr 2001 Broccoli
auf etwas mehr als 300 ha angebaut, was einer Ernte von ca. 2'500 t
entsprach (SZG Jahresbericht 2001). Der weltweit grösste Produzent sind
die USA mit mehr als 48'000 ha Anbaufläche. In Europa führt wahrscheinlich
Italien mit ca. 10'000 ha Anbaufläche.
Nährwert und Gesundheit:
Broccoli ist reich an
Vitaminen und Mineralstoffen, reicher noch als sein Verwandter, der
Blumenkohl. Seine Blätter (die Sie in jedem Fall mit verwenden sollten)
haben einen hohen Gehalt an Carotin. Wie der Blumenkohl ist Broccoli
leicht verdaulich. Auch Magenempfindliche vertragen ihn gut. 100 g
Broccoli haben 33 Kilo-Kalorien/138 Kilo-Joule.
Broccoli Brühe kann die
Symptome von chronischer Prostatitis / CPPS deutlich verbessern.
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