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Sachsen -
Weinbauregion im Osten Deutschlands
Im Elbtal, in einem der kleinsten
Weinanbaugebiete Deutschlands werden seit mehr als 800 Jahren Reben kultiviert.
Lediglich ca. 0,2 % der gesamten deutschen Weinmenge stammt aus Sachsen. Aber
nirgendwo sonst in Deutschland soll der Weinbau so fest in die Kultur und die
Geschichte des Landes integriert sein, wie in Sachsen.
Das Weinanbaugebiet Sachsen ist das nordöstlichste
in ganz Europa. Seine Rebfläche beträgt etwas weniger als 450 ha. Sie ist
aufgeteilt in die Bereiche Meissen und Elstertal mit insgesamt 4 Grosslagen und
17 Einzellagen. Die Grosslagen befinden sich alle im Bereich Meissen.
Wo am Rhein, am 51. Breitengrad, letzte Weinberge
kurz vor Bonn enden, beginnen sie an der Elbe erst. Die Sächsische
Weinstrasse führt von Seusslitz im Norden etwa 55 km entlang der Elbe bis Pirna
kurz vor der Grenze zu Tschechien.
Boden und Klima
Dass hier trotzdem Spitzenqualitäten gekeltert
werden können, ist durch die besonderen klimatischen Verhältnisse bedingt. In
Sachsen ist bereits der Einfluss des Kontinentalklimas sehr dominant.
Wo die Niederschläge noch ausreichen, schafft das
Kontinentalklima auf Grund seiner hohen durchschnittlichenjährlichen
Sonnenscheindauer von 1570 Stunden für das Wachsen und Reifen optimale
Bedingungen.
Je mehr man sich der klimatischen
Anbaugrenze des Weines nähert, desto reicher wird er an Aroma- und
Bukettstoffen. Das langsame Reifen der Trauben wirkt sich positiv aus.
Die Böden sind vielfältig. Man findet
Granit- und Granitporphyr-verwitterungen. Lehm, Löss und Sandstein.
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Karte
Anbaugebiet Sachsen |
Die Rebsorten
Im Weinanbaugebiet Sachsen ist
Müller-Thurgau mit beinahe 20% die meistverbreitete Rebsorte.
Auch Platz 2 und 3 werden von weissen
Sorten gehalten, dem Riesling mit ca. 15% und dem Weissburgunder mit ca. 13% der
Gesamtrebfläche der Weinregion.
Der Ruländer (Grauburgunder) folgt mit
9%. Diese Rebe hat in den letzten Jahren eine Wiederbelebung erfahren, nachdem
sie lange Zeit in Vergessenheit geriet.
Erst auf Platz 5 folgt eine rote Rebe,
der Pinot Noir / Spätburgunder mit etwas weniger als 8% der Rebbaufläche.
Schloss Proschwitz und der Prinz zur Lippe
Das
Schloss "Proschwitz Prinz zur Lippe" bei Zadel ist mit rund 70 ha Rebfläche
sowohl das grösste private Weingut in Ostdeutschland als auch das älteste in
Sachsen.
Die
Familie des Prinzen zur Lippe gehört zu den ältesten Adelshäusern Deutschland.
Bis 1918 war sie eines der regierenden Fürstenhäuser und zählte zu den
bedeutendsten Unternehmerfamilien in Sachsen. Nach dem Fall der Mauer hat Dr.
Georg Prinz zur Lippe das Weingut und den alten Familiensitz Schloss Proschwitz
wieder zurückgekauft.
Die
Geschichte der Proschwitzer Weinberge ist lang. So waren sie von der Mitte des
zwölften Jahrhunderts bis zur Reformation im Besitz des Bischofs von Meissen. In
der berühmten Porzellan-Stadt Meissen entstand übrigens eine der ältesten
Winzerschulen der Welt.
Die
Frankfurter Allgemeine Zeitung meinte zu den Weinen aus Proschwitz: "..durch
eine kompetente Mannschaft aus Winzern und Kellermeistern gehören die Lippischen
Getränke heute zu den beliebtesten deutschen Weissweinen. Sie haben zahlreiche
Preise gewonnen, und das Gut wurde 1996 als einziges sächsisches Mitglied in den
Verband deutscher Prädikatsweingüter (VDP) aufgenommen."
Dr. Georg
Prinz zu Lippe ist übrigens in unserem Filmbeitrag im WEIN UND GENUSS TV zu
sehen, mehr...
Hier geht
es direkt zur Homepage des Weinbauverband Sachsen mit vielen wertvollen
Informationen, mehr...
Detailinformationen über alle Weinregionen in Deutschland finden Sie hier....
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erstellt. Sollten Sie dennoch in unseren Beschreibungen Fehler finden, danken
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