Frankreich ist nach wie vor das Zentrum europäischer
Weinkultur: In keinem anderem Land der Welt wird so viel Wein getrunken
wie hier. Die zahlreichen Anbaugebiete bieten ideales Klima und beste
Böden für große Weine. Die bekanntesten Anbaugebiete mit ihren besten
Weinen sollen hier kurz vorgestellt werden.
Genießen im Burgund
Zwischen Dijon und Lyon befindet sich die
Bourgogne.
Die Geschichte des
Burgunder Weins beginnt 1795 mit einem ersten großen Jahrgang.
Technische Veränderungen in der Produktion wie die Einführung des
Naturkorkens
und bessere Lagerungsmethoden führten zum Aufstieg des Burgunder Weins.
Die Reblauskatastrophe des 19. Jahrhunderts warf die Weinproduktion aber
lange Zeit wieder zurück.
Hervorragende Weine sind aber trotz Reblaus und 2. Weltkrieg bis in die
60er Jahre produziert worden. 1960 bis 1985 wurde der Burgunder dann
durch Massenproduktion qualitativ abgewertet. Seit 1986 aber kam es zu
einem Umdenken und man besann sich wieder auf die Tradition hoher
Weinkultur
Die großen Burgunder
Die bekanntesten Weine aus der Bourgogne sind natürlich
der Chablis und der Beaujolais. Das Anbaugebiet des Chablis
liegt bei Auxerre. Die qualitativen Stufen werden unterschieden in Petit
Chablis, Chablis, Chablis ler Cru und Chablis Grand Cru. Der
Grand Cru stammt dabei aus den besten Lagen des Chablis. Weniger edel
als der Chablis, aber dafür umso bekannter ist der Beaujolais.
Beaujolais-Weine sind günstig und einfach zu genießen. Es sind Weine
voller Frucht und Charme, die gut zu trinken sind. Die Klassifikation
erstreckt sich von Beaujolais über Beaujolais
Villages bis hin zum Cru des Beaujolais.
Le Beaujolais Nouveau est
arrivé
Jedes Jahr am dritten Donnerstag des November ist es
wieder so weit: Der neue Beaujolais, der Primeur ist da! Der Primeur
zeichnet sich durch eine kurze Reifungszeit aus. Dadurch erhält er ein
fruchtig-frisches Aroma, das bei den meisten Weinfreunden äußerst
beliebt ist.
Das Mâconnais
Im Mâconnais gibt es ordentliche Chardonnays für
den (fast) täglichen Genuss.
Unter der Bezeichnung Mâcon werden zu 80%
Standardqualitäten vermarktet, vor allem von furchteinflössenden
Genossenschaften. Von ambitionierten Winzern kommen allerdings durchaus
erfreuliche oder sogar ausgezeichnete Mâcons, die oftmals mit zusätzlichen
Ortsbezeichnungen wie Mâcon-Loché, - Prissé-, oder -Solutré versehen
sind.
Etwas körperreicher als die Standard-Mâcons sind die Weine aus
Saint-Véran. Diese Weine sind fast immer teurer als die Mâcons, doch
verbindet man mit ihnen eher ein gepflegtes Mittelmaß - nichts was den
Herzschrittmacher eines gereiften Burgund-Fans vor ernsthafte Probleme
stellen könnte. Das Problem liegt hier manchmal im Alkohol, der nicht
immer perfekt integriert ist und die Frucht überdecken kann.
Die
besten Weine des Mâconnais kommen aus dem Ort Fuissé. Wie die
Arena eines Amphitheaters wird Fuissé von erstklassigen Weinbergen
umgeben. Auch hier unterliegt man wie in Chablis
der Versuchung, Weine zu erzeugen, die im direkten Vergleich den größten
Chardonnays der Côte de Beaune nahe kommen, doch entspricht der
Charakter der Pouilly-Fuissés eher dem grossen Rivalen. Was bleibt sind
konzentrierte, üppige Weissweine mit einem etwas niedrigerem
aromatischen Profil als ein Puligny oder Chassagne Grand Cru, doch dies
zu einem sehr versöhnlichen Preis.
Von Médoc bis Margaux
An
den Ufern der Gironde, verwöhnt von den warmen Winden des Golfstroms,
die der Atlantik mit sich führt, liegen die Anbaugebiete des Bordeaux.
Bordeaux zählt zu den schönsten Weinstädten, die Weine der Gegend
sind weltberühmt.
Die Weingebiete
Die Landschaft um Bordeaux, zwischen Garonne und
Dordogne, gliedert sich in fünf Anbaugebiete: Das Medoc, Graves,
Sauternes, Entre-Deux-Mers und östliches
Bordeaux. Die bekanntesten
Weine stammen aus der Haut Medoc.
Das Medoc
Médoc bedeutet "Land der Mitte" und wurde im 16. Jahrhundert
für den Weinbau kultiviert. Mitte des 18. Jahrhunderts kam es zu einer
ersten Blüte der Weine aus dem Medoc. Die Qualitätsbezeichnungen
"Grand Cru" und "Chateau" erlangten damals ihre
Bedeutung. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Médoc vom Mehltau und
der Reblaus Heim gesucht, was zum Niedergang der großen Weine führte.
Erst nach 1956 kam es zum allmählichen Wiederaufbau der Weinberge, die
sich bis heute wieder voll erholt haben.
Die Weine und ihre Reben
Die verbreiteten Rebsorten im Médoc sind: Cabernet-Sauvignon, Cabernet
Franc, Merlot und Petit Verdot. Die großen Weine stammen aus den
zahlreichen Chateaus und sind allesamt Rotweine. Die Weine zeichnen sich
durch ihre kräftige Elegance und große Länge aus.
Mehr über das Haus Mouton Rothschild
erfahren Sie hier...
Die Côte d´Or
Die Côte d´Or erstreckt sich von Marsannay, das
man mittlerweile als Vorort von Dijon bezeichnen könnte, bis an die
Ortsgrenze von Maranges, das im Süden an Santenay angrenzt. Die Côte
d´Or wird in die Côte de Nuits(-St.-Georges) und die Côte de Beaune
unterteilt. Während die Côte de Nuits die großartigsten Rotweine
dieser Welt hervorbringt, wird die Côte de Beaune qualitativ von
hervorragenden Chardonnays aus den Orten Meursault, Puligny- und
Chassagne-Montrachet dominiert.
Die bemerkenswertesten Orte an der Côte de Nuits
sind
An der Côte de Beaune sind dies:
-
-
Ladoix
(Rot- und Weißwein)
-
-
-
Beaune (Rot- und Weißwein)
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-
-
Meursault
(Weißwein, etwas Rotwein)
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-
-
Santenay
(Rot-und Weißwein)
-
Maranges, auch wenn nicht mehr Côte d´Or
(Rotwein)
Die Qualitätsstufen an der Côte d´Or:
Bourgogne Grand Ordinaire Gamay\Pinot Noir-Verschnitt. Muß nicht sein,
mit wenigen Ausnahmen.
Bourgogne (weiß oder rot) ein "Bourgogne"
darf ausschließlich aus Chardonnay oder Pinot Noir bestehen. Die besten
Bourgognes grenzen unmittelbar an "Village"-Weinberge an, v.a.
der besseren Gemeinden.
Villages (z.B. Gevrey-Chambertin, Volnay,
Vosne-Romanée, Puligny-Montrachet, Santenay)
Der Hinweis "Villages" steht nicht auf dem Etikett. Man kann
ihn daran erkennen, daß bei ihm - im Gegensatz zum Grand Cru - der
Ortsname größer auf dem Etikett stehen muß als der Lagenname. Der
Premier Cru wiederum hat auf seinem Etikett fast immer eine Erwähnung
seiner Qualitätstufe. Ausnahmen bilden die "Côte de Beaune
Villages" oder "Côtes de Nuits-Villages", die qualitativ
jedoch unter dem üblichen Villages-Niveau anzusiedeln sind.
Premier Cru (z.B. Gevrey-Chambertin La Combe aux
Moines, Morey-St.-Denis La Riotte, Volnay Clos du Château des Ducs,
Vosne-Romanée Les Malconsorts oder Santenay-Gravières)
Auch hier gilt: der Standard des jeweiligen Ortes ist wichtiger als die
Premier Cru-Klassifizierung.
Grand Cru (z.B. Chambertin, Griotte-Chambertin, Clos
de la Roche, Clos Vougeot, La Grande Rue, Corton, Chevalier-Montrachet,
Montrachet).
Hier sollten Puristen ein wenig aufpassen: Der Artikel "Le"
ist nicht ohne Bedeutung: Corton ist ein Verschnitt aus verschiedenen
Lagen des Corton-Weinbergs, Le Corton ist eine sehr gute
Parzelle\Einzellage, die im Zweifel besser ist als ein schlichter Corton
Grand Cru..
Montrachet ist ein Montrachet-Verschnitt aus Chassagne- und
Puligny-Montrachet (die großartige Lage gehört zu beiden Gemeinden)
doch ein Le Montrachet ist schlichtweg die beste Parzelle im Besten -
diese gehört zu Puligny.
Côte Chalonnaise
Die Côte Chalonnaise schließt sich im Süden an die Côte de
Beaune an. Hier gibt es ein paar ordentliche Chardonnays und Pinot
Noirs, die die stolze Prädikatsstufe Premier Cru tragen dürfen, doch
hat dies eher etwas mit Marketing zu tun als mit beeindruckender Qualität.
Nette Weine für den kurz- bis mittelfristigen Genuss.
Die wichtigsten Orte im Chalonnais sind:
-
Montagny
-
Givry
-
Mercurey und Rully
Das Elsass
Wein und deftiges Essen
Die
elsässische Weinkultur geht auf die Römer zurück. Zur Blüte kam sie
unter der Herrschaft der Merowinger und der Karolinger, die die kräftigen
Weine aus dem Elsass besonders schätzten.
Im 9. Jahrhundert n.Chr.
wurde Wein bereits in über 160 Orten angebaut. Im Mittelalter reichte
der Ruhm elsässischer Weine durch ganz Europa. Sie gehörten zu den
beliebtesten und auch teuersten Weinen Europas. Erst der 30-jährige
Krieg führte zum Niedergang des Elsass, das geschwächt von Krieg, Pest
und Massensterben in eine tiefe Krise geriet. Nach dem ersten Weltkrieg
besannen sich die Elsässer wieder auf ihre alte Weinbautradition und
arbeiteten wieder konsequent an der Produktion von Spitzenweinen. Dafür
wurde der elsässische Wein vom französischen Institut für
Herkunftsbezeichnungen 1956 mit der Apellation A.O.C gewürdigt.
Lage:
Die Weine des Elsass profitieren von einem halbkontinentalen Klima, das
nach Westen hin durch die Vogesen geschützt ist. Geringer Niederschlag
und reichlich Sonne sorgen für ein volles Ausreifen der Trauben und
verleihen ihr das feine Aroma.
Die elsässische Weinstraße:
Die Route des Vins d'Alsace erstreckt sich über 170 Kilometer durch die
Hügel des Weingebiets von Straßburg bis Mulhouse. Das Haus des Weins
in Colmar bietet interessierten Gästen die Möglichkeit, sich über die
Geschichte der elsässischen Weine und deren Weingüter näher zu
informieren.
Die Rebsorten:
Elsässer Weine stammen aus sieben Rebsorten: Sylvaner, Pinot Blanc,
Riesling, Muscat d'Alsace, Tokay Pinot Gris, Gewürztraminer und Pinot
Noir.
Mehr über das Elsass erfahren Sie hier...
Das Rhonetal
Heimat großer Rotweine
Einerseits:
Die einst gerühmte Region war jahrelang bei Weinfreaks verpönt: zu
viel Massenware, zuwenig Substanz. Andererseits: Die sensationellsten
Rotweine der Welt kommen aus dem Rhonetal, schreibt der renommierte
Weinkritiker Robert M. Parker jr. Was denn nun? Es hat sich
Entscheidendes getan: Der Rebenwuchs wird rigoros zurückgeschnitten,
die Kellertechnik verbessert. Und schon ergeben sich prächtige Weine im
günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das Rhonetal
Das Rhonetal wird in zwei Regionen gegliedert: Im nördlichen Teil wird
in Condrieu in winzigen Mengen ein
herrlicher, duftiger Weißwein erzeugt. Die fleischigen und gehaltvollen
Roten (aus Syrah-Trauben) kommen von der Cote
Rotie, aus Cornas, Hermitage, Crozes-Hermitage und Saint-Joseph.
Die grossen Rhone-Weine
Der König des Rhonetals ist jedoch der Chateauneuf-du-Pape
in der Südregion. Im 14. Jahrhundert war hier der Sommersitz der Päpste.
Jetzt werden auf rund 3300 Hektar der Gemarkung 13 Rebsorten gepflanzt,
die einen bisweilen gewaltigen, schwarzfarbenen Rotwein ergeben. Die
anderen großen Roten des Südens: Cotes du Rhone
und Gigondas.
Die Champagne
Östlich
von Paris und südlich von Reims befindet sich wohl eines der
bekanntesten Weingebiete der Welt: die Champagne. Von hier stammt der
Champagner, der König der Schaumweine, der bei keinem festlichen Anlass
fehlen darf.
Der Champagner
Der Champagner ist mehr als nur ein französischer Sekt. Er ist ein
Cuvee, also ein Verschnitt verschiedener Grundweine.
Die Trauben müssen
aber immer aus dem Anbaugebiet der Champagne stammen. Als Reben werden
zumeist Pinot Meunier, Chardonnay und Pinot Noir verwendet, die dann in
der Flasche zum zweiten Mal gären. Diese zweite Gärung verursacht auch
das typische Knallen der Korken beim Öffnen der Flasche.
Übrigens:
Champagner wird nicht liegend, sondern aufrecht gelagert! Bei den
Flaschen zeigen die Winzer der Champagne grosse Phantasie: Die Grössen
reichen von Le 1/4 über La Bouteille (0,75l) und Le Magnum (1,6 l) hin
zu Le Mathusalem (6,4 l) und Le Nabuchodonsor (16 l)
Loire

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Links zu Frankreich
www.avfr.com
www.burgundforum.de
www.beyond.fr/wine
www.medoc-weine.com
www.lafon-rochet.com
www.enprovence.com
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