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Der Legende nach wollten die Götter, dass Sardinien
die feinsten Früchte der Erde
hervorbringt: Olivenöl, jede nur erdenkliche Art von Gemüse, Obst, Fisch und
Schafmilchkäse.
Um diese Produkte noch besonders gut schmecken zu
lassen, haben die Götter die Vollendung in Form von Wein kreiert. Starken und
noblen Cannonau, edlen Monica sowie den raffinierten und einzigartigen Carignano.
Eine politische Karte Italiens
finden Sie hier...
Die Region Sardegna
Das gebirgige Sardinien ist 23 813 km² gross und nur
wenig kleiner als Sizilien. Es gehörte mit Korsika zu einer Bergkette, die sich
vor langer
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Hier liegt
Sardinien |
Zeit senkte und die beiden Inseln als zweit- und drittgrösste im
Mittelmeer stehen liess. Sardinien mit
den umliegenden, kleineren Inseln Italiens bildet die Region Sardegna, die durch die
Strasse von Bonifacio vom französischen Korsika getrennt ist. Die Region mit ca. 1,7 Mio
Einwohner gliedert sich in die vier Provinzen Sassari im Nordwesten, Oristano im Westen,
Cagliari im Süden und Nuoro im Osten.
Hauptstadt ist Cagliari. Die
grösste Erhebung stellt der Monti del Gennargentu mit 1.834 m.ü.M. dar. Das
Bergmassiv Supramonte ist eine der menschenleersten und wildesten Gegenden
Europas. Immer mehr Trekking-Fans zieht es zu seinen engen Schluchten, weiten
Plateaus und geheimnisvollen Klammen. Campidano,
eine Ebene im Südwesten der Insel, ist geprägt von fruchtbarem Ackerland. Das
Hochland eignet sich zwar auch für Weinbau, die meisten Weingüter liegen
allerdings tiefer in dieser Campidano-Ebene zwischen Cagliari und Oristano und
in der Ebene von Alghero. Über die Hälfte des sardischen Weins kommt aus der
Provinz Cagliari.
Zur Geschichte
238 v.
Chr. von Rom erobert, wurde Sardinien nach dem Niedergang des Römischen Reiches
von Vandalen und Byzantinern besetzt. Vom 11. bis zum 14. Jahrhundert kämpften
Pisa und Genua um den Besitz der Insel. Die Spanier regierten Sardinien bis zum
Frieden von Utrecht 1713, in dem die Insel Österreich zugesprochen wurde. 1720
kam es unter die Herrschaft des Hauses Savoyen und wurde Teil des Königreichs
Sardinien. Nach der Gründung des Königreiches Italien 1861 ging Sardinien in
diesem auf.
Geologisch gesehen ist die Insel der älteste Teil Italiens. Vor mehr als 3.000 Jahren schleppten die
Ur-Sarden, die Nuragher, riesige Steine zu
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Nuraghi auf
Sardinien |
ihren "Wohnorten", bearbeiteten sie
mit primitiven Werkzeugen und schichteten sie übereinander. Die in
prähistorischer Zeit ohne Mörtel erbauten runden Steintürme sind einzigartige
Zeugen der Vergangenheit. Rund 7.000 über die ganze Insel
verstreute “Nuraghi” (Bild rechts) sind das sardische Wahrzeichen und gaben auch der
autochthonen weissen Rebsorte Nuragus den Namen. Nähert man sich beispielsweise
dem Nuraghenpalast "Santu Antine" an der mittleren Westküste der Insel, betritt
man eine andere Zeit. Rund um die steinumgürtete Basaltruine mit den Türmen und
dem Brunnen und in den Gassen des 2000-Seelen-Dorfes Torralba findet im späten
Sommer dann ein "Festival delle Storie" statt - auch für Zaungäste ein
Vergnügen, denn die Geschichten und Legenden kommen heraus auf die Plätze, und
die Stimmung einer Lesung oder Erzählung kann man auch mit wenigen Brocken
Italienisch geniessen. Mehr
darüber hier... oder auf
deutsch und englisch hier...
Der Weinbau auf Sardinien
Schon im 9. Jahrhundert v. Chr.
bauten Sarden Wein an. Sie erlernten diese Kunst von den Phöniziern. Mit den
Einfällen der Barbaren erlitt der Weinbau einen Zusammenbruch, um in den
begrenzten Bereichen der Klöster wieder zu erscheinen und später dann von den
Seerepubliken Genua und Pisa bis zum 14. Jh. erneut lanciert zu werden. Durch
die wechselvolle Geschichte (Karthager, Römer, Vandalen, Byzantiner, Moslems,
Pisaner und Genueser) entwickelte sich hier vielfältiges Weinbau-Spektrum. Spanier brachten ab dem 13. Jahrhundert viele Rebsorten mit und beeinflussten
über Jahrhunderte Rebsorten und Art der
Weine.
In Andrea Baccis (Arzt und Naturforscher, lebte im 16.
Jh.) Werk "Trattato De naturalis vinorum historia" ist den Weinen Sardiniens ein
interessantes Kapitel gewidmet, das diesem Landstrich eine lange Tradition der
Qualität bei Weinbau und Weinerzeugung attestiert. Bacci schreibt aber darin
auch: "Zwei Dinge jedoch stehen dort im Wege: erstens, dass die Insel, was das
ausserordentlich fruchtbare Land anbelangt, seuchengefährdet ist (wie auch
Strabo sich erinnert), besonders während der Sommerhitze; zweitens (die guten
Bewohner Sardiniens mögen mir vergeben), dass jene Völker von einer allgemeinen
Trägheit befallen sind, denn sie lassen zu, dass die besäten Felder gemeinsam
mit ihnen Musse tun, und vernachlässigen sie zum grossen Teil, ohne sie zu
bestellen, bis zum Sommer..."
Die italienische Region Sardinien hat eine Rebfläche von 43.331 Hektar. Die
südliche Lage im Mittelmeer sichert reichlichen Sonnenschein. Besonders an der
Südküste gibt es viel Trockenheit, deshalb wird
oft eine künstliche Bewässerung forciert. Neue Weinberge werden oft im
Windschatten von Bergen oder Bäumen angelegt. Die Temperaturen sind aber in den
verschiedenen Teilregionen der Insel sehr unterschiedlich. So entstehen Im
kühleren, ausreichend feuchten Norden (Gallura, Anglona und Alghero) vor allem frische, fruchtige Weissweine
mit schöner Säure und Duftigkeit; die warme Süd- und
Westseite der Insel bietet mit unterschiedlichen Kleinklimaten Rot-, Weiss- und
Dessertweinen gute Bedingungen. Das Genargentu-Massiv im Osten bildet die
Cannonau-Achse, wo die Weinberge durch Nordostwinde gekühlt werden. Dort ist der
Rotwein Mandrolisai mit seinen buschig erzogenen Bovale Sardo- und
Cannonau-Reben und kleinen Erträgen zu Hause.
Die zulässigen Ertrags-Grenzen in der ganzen
Weinregion Sardinien sind allgemein hoch.
Die Produktion wird weitgehend von grossen Genossenschaften beherrscht.
Der
grösste Betrieb ist allerdings
keine Genossenschaft, sondern die
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Logo Sella &
Mosca |
Aktiengesellschaft
Sella e Mosca mit über 500 Hektar Rebflächen,
100 ständigen und 500 Saison-Mitarbeitern. Gegründet wurde das Unternehmen anno
1899 durch den Ingenieur Sella und den Rechtsanwalt Mosca. Es
befindet sich seit 2001 im Besitz von Campari. In den 1990er-Jahren wurden
übrigens auch die bekannten Firmen bzw. Marken Cinzano und Cynar durch Campari
erworben. Sella & Mosca kommt auf einen
aktuellen Jahresabsatz von etwa sieben Millionen Flaschen und einen Umsatz von
ca. 30 Mio. Euro.
Hier die Adresse:
Tenute Sella e Mosca
Località I Piani
07041 Alghero (Sassari)
Tel. 0039 079997700
Fax 0039 079951279
Homepage: http://www.sellaemosca.com
E-mail
welcome@sellaemosca.com
Die Rebsorten
Zu zwei Dritteln
werden Rotweine und zu einem Drittel Weissweine erzeugt, die alkoholreicher sind
als im übrigen Italien. Die häufigste weisse Sorte ist die autochthone
Nuragus
(lieblich und leicht prickelnd)
mit einem Drittel der Rebfläche, gefolgt von
Vermentino (leicht und frisch),
Malvasia Sardegna,
Nasco, Semidano und
Torbato. Die häufigsten roten Sorten sind
Cannonau (vermutlich Grenache -
alkoholstark und kräftig),
Monica (trocken und leichter),
Carignano,
Bovale und die süsse
Girò. Interessant
sind auch die Dessertweine Moscato und Malvasia, sowie der
Vernaccia di
Oristano, ein Sherry-ähnlicher Wein. Gespritete und süsse Liquorosos machen einen beträchtlichen Anteil der Produktions-Menge aus.
Die Insel produziert zudem so ausgezeichnete und über die Grenze bekannte Weine
wie den Capichera und den Turriga. Manche meinen tatsächlich, auf Sardinien gäbe
es sogar mehr Wein als Wasser. Das ist sicher übertrieben, aber die Vielfalt der
Reben ist beachtlich. Internationale Auszeichnungen für sardische Weine sind
schon lange keine Seltenheit mehr.
Die Reben werden - besonders in den stark windigen Ebenen
-
immer noch in der traditionellen Erziehungsform Alberello erzogen.
Cannonau
Die rote Cannonau-Rebe gehört zu den ältesten des
Mittelmeerraums. Aus ihr wird der ausgezeichnete Cannonau-Wein gekeltert: Ein
körperreicher, samtiger Rotwein mit ausgeglichenem Alkohol- und Tanningehalt,
dessen vollmundiger Geschmack heute weit über die Region bekannt ist.
Eine italienisch-holländische Forschergruppe will nun belegen, dass es sich doch
nicht, wie bisher angenommen, um die von den Spaniern eingeführte Rebe Grenache handelt,
sondern vielmehr um einen heimischen Weinstock. Neben Vasen und Urnen nuraghischen Ursprungs wurden bei Ausgrabungen antike Traubenkerne gefunden.
Sollten die gefundenen Kerne wirklich zur Cannonautraube gehören,
dann würde das erste verbürgte Zeugnis über den Weinanbau auf Sardinien aus dem
Jahr 1200 v. Chr. stammen.
Der starke Rotwein Sardiniens tritt in vielen Formen
auf, doch scheint sich die trockene Version mehr und mehr durchzusetzen. Die
früher beliebtere süsse Art kann sich kaum noch behaupten.
Die 20 DOC-Zonen sind:
Alghero
DOC von Rot-, Rosé- und Weissweinen in der
Nordwest-Ecke der Insel mit der Gemeinde Alghero, sowie den Gemeinden Ittiri,
Olmedo, Ossi, Tissi, Uri und Usini in der Provinz Sassari. Das grösste sardische
Weingut Sella e Mosca hat seinen Sitz in Alghero (Bild
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Wein von
Selle & Mosca |
rechts - Wein von Sella e
Mosca)
Arborea
DOC für trockenen Rot-, Rosé und Weissweine. Sie
umfasst über 50 Gemeinden in den Ebenen und Hügeln der Provinz Oristano.
Campidano di Terralba
DOC (auch kurz Terralba) für trockenen Rotwein. Sie
umfasst die Gemeinden Arbus, Collinas, Gonnosfanadiga, Guspini, Pabillonis, San
Gavino Monreale, Sardara und Villanovaforru in der Provinz Cagliari, sowie die
Gemeinden Baressa, Gonnoscodina, Gonnostramatza, Marrubiu, Masullas, Mogoro,
Morgongiori, Palmas Arborea, Pompu, San Nicolo d´Arcidano, Santa Giusta, Simala,
Siris, Terralba, Uras in der Provinz Oristano. Der Wein ist
rubinrot, mit weinigem Geruch, trockenenem Geschmack. Er hat einen Alkoholgehalt
von 11,5% und wird mit einer Temperatur um die 18 Grad serviert.
Cannonau di Sardegna
DOC für Rot- und Rosé-Weine mit hunderten von Gemeinden auf der ganzen Insel.
Der Wein ist rubinrot, mit angenehmem Geruch, im Geschmack trocken/süss. Sein
Alkoholgehalt beträgt 13,5-14%; nach drei Jahren wird er zur Riserva (Auslese);
mit einem Alkoholgehalt von 15% ist er Superiore. Man serviert ihn mit einer
Temperatur um die 15 Grad.
Weine aus der Gemeinde Oliena und einem Teil der Gemeinde Orgosolo in der
Provinz Nuoro dürfen zusätzlich “Oliena” oder “Nepente die Oliena” auf dem
Etikett anführen. Der Dichter Gabriele D´Annunzio (1863-1938) gab ursprünglich
dem Wein aus Oliena den Namen “Nepente” nach dem opiumähnlichen Rauschmittel der
alten Griechen. Weine aus Muravera, San Vito, Villaputzo und Villasimius
in der Provinz Cagliari dürfen “Capo Ferrato” und Weine aus den Gemeinden
Cardedu und Jerzu in der Provinz Nuoro dürfen „Jerzu“ verwenden. Hier einige der
Hersteller:
CANTINA ARGIOLAS & C. S.a.s., CANTINA SOCIALE
COOPERATIVA VITIVINICOLA a r.l., CANTINA SOCIALE DELLA TREXENTA Soc. Coop. a r.l.,
CANTINA SOCIALE DI DOLIANOVA Soc. Coop. a r.l., REGIONE AUTONOMA DELLA SARDEGNA
- ASSESSORATO AGRICOLTURA E RIFORMA AGRO-PASTORALE, SELLA & MOSCA S.p.A.
Carignano del Sulcis
DOC für Rot- und Rosé-Weine in der Südwestecke der
Insel mit den Gemeinden Calasetta, Carbonia, Carloforte, Giba, Masainas, Narcao,
Nuxis, Perdaxius, Piscinas, Portoscuso, San Giovanni Suergiu, Santadi, Sant´Anna
Arresi, Sant´Antioco, Teulada, Tratalias und Villaperuccio in der Provinz
Cagliari. Der CARIGNANO DEL SULCIS ROSATO ist kräftig in der Farbe, weinig im
Geruch, trocken im Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 11,5% und man serviert
ihn mit einer Temperatur um die 12 Grad. CARIGNANO DEL SULCIS ROSSO ist
rubinrot, angenehm im Geruch, trockenem Geschmack. Er hat einen Alkoholgehalt
von 11,5% und wird mit einer Temperatur um die 18 Grad serviert.
Girò di Cagliari
DOC für alkoholstarke Rotweine mit 109 Gemeinden in
der Provinz Cagliari und Teilen der Provinz Oristano mit 79 Gemeinden. Der Wein
ist intensiv rubinrot, mild im Geruch, im Geschmack trocken. Er hat einen
Alkoholgehalt von 14,5% und wird mit einer Temperatur um die 15 Grad serviert.
Der Portwein-ähnliche Wein wird zu 100% sortenrein aus teilweise rosinierten
Trauben der Rebsorte Girò gekeltert. Es gibt die Versionen Secco (auch Dry),
Dolce Naturale und Liquoroso Secco (auch Liquoroso Dry). Von allen gibt es auch
einen Riserva mit zwei Jahren Alterung.
Malvasia di Bosa
DOC für Weisswein mit den Gemeinden Bosa, Flussio,
Magomadas, Modolo, Suni und Tinnura in der Provinz Nuoro, sowie die Gemeinde
Tresnuraghes in der Provinz Oristano. Der Wein ist strohgelb/goldgelb, intensiv
im Geruch, trockenem/süssem Geschmack, Alkoholgehalt 15-16°. Man serviert ihn
mit einer Temperatur um die 10 Grad zu Fisch oder zum Dessert. Bei einem
Alkoholgehalt von 19° wird er Liquoroso.
Malvasia di Cagliari
DOC für Weisswein mit 108 Gemeinden in der Provinz
Cagliari und 79 Gemeinden in der Provinz Oristano. Der Wein ist intensiv
strohgelb, mit mildem Geruch, süssem/trockenem Geschmack. Sein Alkoholgehalt
beträgt 13-14%; er wird mit einer Temperatur um die 10 Grad gereicht. Er ist auch als Liquoroso (Likörwein) und als Riserva
(Auslese) erhältlich.
Mandrolisai
DOC für trockenen Rot- und Rosé-Wein im Zentrum der
Insel mit den Gemeinden Atzara, Desulo, Meana Sardo, Ortueri, Sorgono und Tonara
in der Provinz Nuoro, sowie die Gemeinde Samugheo in der Provinz Oristano. Der
MANDROLISAI ROSATO ist
hell-kirschrot, im Geruch weinig, im Geschmack trocken. Man serviert ihn mit
einer Temperatur um die 18 Grad zu allen Gängen. Nach zwei Jahren Lagerung und
mit einem Alkoholgehalt von 12,5% ist er Superiore.
Monica di Cagliari
DOC für Rotweine mit 109 Gemeinden in der Provinz Cagliari und 79 Gemeinden in
der Provinz Oristano. Der Wein ist zart rubinrot, im Geruch ätherisch, im
Geschmack süss/trocken. Sein Alkoholgehalt reicht von 15 bis 15,5%. Serviert
wird er mit einer Temperatur um die 12 Grad zum Dessert oder zu Braten. Auch in
den Varianten Liquoroso und Riserva ist er erhältlich. Die Weine
werden zu 100% sortenrein aus der Sorte Monica gekeltert. Hier einige der
Hersteller:
CANTINA SOCIALE DELLA TREXENTA Soc. Coop. a r.l.,
MELONI VINI S.p.A., REGIONE AUTONOMA DELLA SARDEGNA - ASSESSORATO AGRICOLTURA E
RIFORMA AGRO-PASTORALE
Monica di Sardegna
Regionale DOC für Rotweine mit 372 Gemeinden in allen
Provinzen der Insel. Der Wein ist hell-rubinrot, intensiv im Geruch, trocken im
Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 12%. Man serviert ihn mit einer Temperatur
um die 18 Grad. Nach einem Jahr Lagerung und mit einem Alkoholgehalt von 12,5%
ist er Superiore. Die Weine werden aus der Sorte Monica (85-100%) und evtl.
anderen zugelassenen roten Sorten gekeltert.
Moscato di Cagliari
DOC für süßen Weisswein mit 108 Gemeinden in der
Provinz Cagliari und 79 Gemeinden in der Provinz Oristano. Der Wein ist
goldgelb, im Geruch intensiv, im Geschmack süss. Er hat einen Alkoholgehalt von
15% und wird mit einer Temperatur um die 10 Grad zum Dessert serviert. Er kann Liquoroso Naturale und Liquoroso Riserva sein.
Moscato di Sardegna
DOC für weissen, süssen Spumante. Er ist
leuchtend strohgelb, mild im Geruch, süssem Geschmack. Er hat einen
Alkoholgehalt von 11,5% und wird mit einer Temperatur von 6 Grad serviert. Die
Zone umfasst die gesamte Insel, der Wein wird aber vorwiegend in den Anglona-
und Gallura-Bergen im Norden produziert. Einige Gemeinden aus dem Gallura-Gebiet
in den Provinzen Nuoro und Sassari dürfen die Subzonen-Bezeichnung Tempio,
Tempio Pausania oder Gallura am Etikett tragen.
Moscato di Sorso-Sennori
Kleine DOC für süssen Dessert-Weisswein mit den
Gemeinden Sorso und Sennori am Golf von Asinara in der Provinz Sassari.
Nasco di Cagliari
DOC für Weissweine mit 109 Gemeinden in der Provinz
Cagliari und 78 Gemeinden in der Provinz Oristano. Der Wein ist
gelb/goldgelb, mild im Geruch, mit trockenem/süssem Geschmack. Sein
Alkoholgehalt reicht von 15/15,5%; man serviert ihn mit einer Temperatur von 10
Grad. Er kann auch Liquoroso und Riserva sein.
Nuragus di Cagliari
DOC für halbsüsse Weissweine in der Provinz Cagliari
sowie teilweise in den Provinzen Oristano und Nuoro mit insgesamt knapp 200
Gemeinden. Der Nuragus ist hell-strohgelb, angenehm im Geruch, im Geschmack
trocken. Sein Alkoholgehalt beträgt 11%. Mit einer Serviertemperatur um die 8
Grad wird er serviert. Der Amabile wird aus der Sorte Nuragus (85-100%) und
evtl. anderen zugelassenen weissen Sorten verschnitten.
Sardegna Semidano
DOC für Weissweine in den Provinzen Cagliari (109
Gemeinden), Nuoro (97), Oristano (78) und Sassari (88). Die Weine werden aus der
Rebsorte Semidano (85-100%) und anderen zugelassenen weissen Sorten gekeltert.
Vermentino di Gallura (DOCG)
DOCG für trockenen Weisswein in der nordöstlichen Gallura mit den Gemeinden
Budoni und San Teodoro in der Provinz Nuoro, sowie die Gemeinden Aggius,
Aglientu, Arzachena, Badesi, Berchidda, Bortigiadas, Calangianus, Golfo Aranci,
Loiri Porto San Paolo, Luogosanto, Luras, Monti, Olbia, Oschiri, Palau, San
Francesco d´Aglientu, Santa Teresa Gallura, Sant´Antonio di Gallura, Telti,
Tempio Pausania, Trinita ´Agultu e Vignola und Viddalba in der Provinz Sassari.
Der Vermentino ist leuchtend strohgelb mit grünlichen Reflexen, im Geruch
intensiv, im Geschmack zartbitter/trocken. Er hat einen Alkoholgehalt von 12%
und wird mit einer Temperatur um die 8 Grad serviert. Vermentino di Gallura
erhielt im Jahre 1996 als erste der Insel die DOCG-Klassifikation. Hier einige
Hersteller:
AZIENDA AGRICOLA MONTESPADA S.r.l., CANTINA DELLE
VIGNE di PIERO MANCINI, CANTINA SOCIALE DEL VERMENTINO, POGGIO IL PINO S.r.l.,
REGIONE AUTONOMA DELLA SARDEGNA - ASSESSORATO AGRICOLTURA E RIFORMA
AGRO-PASTORALE
Vermentino di Sardegna
DOC für Weissweine mit insgesamt 372 Gemeinden auf der ganzen Insel. Der grösste
Teil wird jedoch im Norden produziert. Hier einige Hersteller:
AZIENDA AGRICOLA MONTESPADA S.r.l., CANTINA ARGIOLAS
& C. S.a.s., CANTINA DELLE VIGNE di PIERO MANCINI, CANTINA SOCIALE COOPERATIVA
VITIVINICOLA a r.l., CANTINA SOCIALE DELLA TREXENTA Soc. Coop. a r.l., CANTINA
SOCIALE DI DOLIANOVA Soc. Coop. a r.l., MELONI VINI S.p.A., REGIONE AUTONOMA
DELLA SARDEGNA - ASSESSORATO AGRICOLTURA E RIFORMA AGRO-PASTORALE, SELLA & MOSCA
S.p.A.
Vernaccia di Oristano
DOC für Weissweine in den Gemeinden Baratili San
Pietro, Cabras, Milis, Narbolia, Nurachi, Ollastra, Oristano, Riola Sardo, San
Vero Milis, Siamaggiore, Simaxis, Simaxis, Solarussa, Tramatza, Zeddiani und
Zerfaliu in der Provinz Oristano. Der Wein ist goldgelb, mild im Geruch, mit
trockenem/süssem Geschmack. Sein Alkoholgehalt reicht von 15 bis 18%; er wird
mit einer Temperatur um die 10 Grad serviert. Bei einem Alkoholgehalt von 18%
wird er Liquoroso. Die Reben werden flach über den Boden erzogen, sodass die
Trauben die vom sandigen Kalkstein-Boden reflektierte Hitze in sich aufsaugen.
Der Wein reift in kleinen, nicht ganz gefüllten Fässern. Dadurch bildet sich
eine Florhefeschicht mit typischem (sherryähnlichem) Geschmackston.
Pane carasau, Pecorino und Sa buffida - Die Küche
der Sarden
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"pane carasau" |
Etwa hundert verschiedene Brotsorten gibt es auf Sardinien. Sehr beliebt ist das
"pane carasau", ein papierdünnes, knackiges Fladenbrot, dessen Teig mit dem
Nudelholz hauchdünn und rund ausgerollt, in Leinen eingewickelt (wo er aufgehen
kann) und im vorgeheizten Ofen auf einem breiten, glühenden Kastanienholzscheit
gebacken wird. Zu allem was die Sarden essen, tischen sie zusätzlich Käse auf.
Auch er wird heute noch nach alten Rezepten hergestellt. Die Grundlage der
Qualität der so bekannten sardischen Käsesorten wie Caprini, Fiore Sardo und
Pecorino ist die aussergewöhnliche Beschaffenheit der Schaf- und Ziegenmilch auf
der Insel.
Luftgetrocknete Wurst, Sartizza und Schinken aus dem
Gennargentu oder dem Ogliastragebiet präsentieren sich neben köstlicher
sardischer Melone und sardischen Oliven, die in Salzlake und wildem Fenchel
eingelegt sind. Aus Südsardinien stammt das Gericht "Sa buffida", eine
Spezialität aus kleinen Katzenhaifilets, die einen Tag lang in einer Sauce aus
Fischleber, Knoblauch, Petersilie, Nüssen und Essig eingelegt werden.
Ungewöhnlich für den Gaumen, sind Gerichte aus Innereien: Trattaliu ist ein
Spiess aus Leber, Herz und Bries, Cordula sind mit Därmen zu einem Zopf
geflochtener Magen und Kutteln - alles vom Lamm.
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