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Conca de Barberà
Die Region (comarca) liegt im
Süden der spanischen Provinz Tarragona und zählt in 22 Gemeinden insgesamt etwa
20'000 Einwohner und weist eine Fläche von ca. 650 km2 auf.
Conca de Barberà befindet sich
im Landesinnern zwischen den ebenfalls zu Tarragona gehörenden Regionen Alt
Camp, Baix Camp und dem Priorat. Oberhalb
wird sie begrenzt durch die Provinz Lleida (Regionen Garrigues, l'Urgell und la
Segarra) und der Comarca L'Anoia, die zu Barcelona gezählt wird.
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Stadtmauer
Montblanc |
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Blick hinter
die Stadtmauern von Montblanc |
Hauptort ist das Städtchen
Montblanc. Ein wirklich malerisches Städtchen
mit rund 6,500 Einwohnern, heute noch umfasst von einer
Stadtmauer aus dem XI. Jahrhundert, die ursprünglich 30 Türme aufwies. Gegründet
wurde das Städtchen im Jahr 1163 durch König Alfons 1. Sie erhielt bald das
Recht einer Marktstadt und wurde ein politisches, religiöses und militärisches
Zentrum der Region. In den letzten Jahren ist Montblanc vor allem durch die
internationale Messe TERRÀNIA - Festival de la Céramique - bekannt geworden. Es
findet in der Regel Ende September / Beginn Oktober statt.
Montblanc ist nebst Poblet die
bedeutende Sehenswürdigkeit der Conca de Barberà. Der Name stammt übrigens nicht
vom "Weissen Berg" (Mont Blanc) und geht eher auf einen kahlen Hügel in der
Nachbarschaft zurück.
Seit 1908 besteht die
Winzergenossenschaft "Cooperativa de Viticultors de Montblanc". Sie ist bekannt
durch den Cava "Pont Vell", hergestellt aus den Trauben der Macabeu und
Parellada-Rebe. Farbe: Ein glänzendes goldenes Gelb, mit fruchtigem Geschmack und
einem ausgezeichneten Nachgeschmack.
Das namensgebende Örtchen Conca de Barbera ist
unscheinbar und wirkt eher enttäuschend.
Poblet - Monestir de Santa
Maria de Poblet
Das Zisterzienser-Kloster
Poblet in der Gemeinde Vimbodi ist eines der grössten und attraktivsten, das
heute noch existiert. Es ist auch als Festung beeindruckend und gilt als ein
Zeugnis hervorragender Militärarchitektur aus dem 14. Jahrhundert. Peter der IV, König von
Aragonien (1336 - 1387) liess damals die 2m dicken und über 600m langen
Festungsmauern und -Türme bauen.
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Ausserhalb
der Mauern des Klosters Poblet liegen die Weinberge von Miguel Torres. |
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Mauer und
Haupteingang des Klosters Poblet |
Poblet wurde usprünglich im
Jahr 1151 von Ramón Berenguer IV., Graf von Barcelona, gegründet und später an
den Orden abgetreten. Das Königspaar von Aragonien erwählte es zu seinem
Pantheon.
Poblet entwickelte sich zu
einem der herausragendsten Kulturzentren der Zeit. Im Kloster ist u.a. der
ehemalige König Aragoniens, Ferdinand 1 (1380 - 1416), beigesetzt. Er war durch
seine Frömmigkeit, Gerechtigkeit und Klugheit äusserst beliebt.
Die Monestir de
Santa Maria de Poblet wurde im Jahr 1991 in die
UNESCO-Liste des
Welterbes der Menschheit aufgenommen.
Selbstverständlich haben sich
die Mönche des Zisterzienser-Klosters Poblet dem traditionellen Weinbau
gewidmet. Der Klosterkeller gehört heute aber zur grossen Cordoniu-Gruppe, dem
grössten spanischen Cava (Sekt)-Hersteller aus dem
Penedes.
Überrascht wird der Besucher
Poblets von der Tatsache, dass entlang der Klostermauern nicht etwa
Weisswein-Reben kultiviert werden, sondern die roten Monastrell, Garnacha Tinta,
Garró, Samsó und Cariñena. Diese Grundstücke werden auch nicht von Cordoniu
bearbeitet, sondern vom spanischen Top-Winzer Miguel
Torres aus dem benachbarten Penedes. Daraus und nur aus diesem Weingarten
wird sein roter Spitzenwein
"Grans
Muralles" gekeltert.
In Vimbodi befindet sich
übrigens auch ein Glasmuseum mit einem immer noch aktiven Ofen.
Die Weinregion DO Conca de
Barberà
Die Rebfläche der DO Conca de
Barberà beträgt etwas über 6'000 ha. Die DO wurde im Jahr 1985 gegründet und
1989 offiziell registriert. Im Jahr 1997 wurde die Conca de Barberà
Wines and Cavas Bottlers Association
gegründet, die sich vorwiegend mit der Vermarktung des Weins und des Cava's
befasst. Sie zählt heute 21 Kellereien als Mitglieder.
Produziert werden jährlich ca.
250'000 hl Wein, vorwiegend Weiss- und Roséwein. Die DO Conca de Barberà
umfasst zwei deutlich unterscheidbare Teile, und zwar das zwischen dem
Prades-Gebirge, der Serra del Tallat und der Serra de Miramar gelegene Tal mit
der Hautpstadt Montblanc und die sogenannte Baixa Segarra (Untere Segarra,
grenzt an die historische Segarra) mit den Oberläufen der Flüsse Corb und Gaià,
deren Hauptort Santa Coloma de Queralt ist.
Die Weinberge mit vorwiegend
kalkhaltigem Boden liegen in etwa bei 350 bis 600 m.ü.M. jeweils in einem
kraterförmigen Tal, auf spanisch einer Conca (kastilisch Cuenca). Im Südwesten
kommen auch Schieferböden vor. Die steinigen Weinberge sind von den umliegenden
Bergen gut geschützt. Der grosse Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht
erlaubt einen längeren Reifezyklus der Trauben und beeinflusst die Aromen der
Weine positiv. Der jährliche Niederschlagsmenge liegt durchschnittlich zwischen
450-550 mm/m2, die Sonnenscheindauer liegt bei etwa 2.500 Stunden.
Conca de Barberà wurde vor
allem auf Grund der der hohen Qualität der Trauben bekannt, die hier für den
Schaumwein Cava erzeugt und für die Produktion nach Penedès geliefert werden
In den sonnenreichen Lagen
werden reife Trauben bereits vier Wochen vor der Hauptlese geerntet und daraus
innerhalb von nur drei Wochen fruchtbetonte und trinkreife Jungweine "Jóvenes",
Weiss- und Rotweine (die roten ohne malolaktische Gärung) ausgebaut.
Diese werden relativ rasch abgefüllt und kommen Anfang des
Frühjahrs in den Handel.
Die Trauben der Hauptlese
werden dann für lagerfähige Weine verwendet.
Die Rebsorten in der DO
Conca de Barberà
Rot:
Trepat, Ull de Llebre (Tempranillo),
Garnatxa,
Cabernet Sauvignon,
Merlot,
Pinot
noir und Syrah.
Weiss:
Macabeo,
Parellada,
Chardonnay und
Sauvignon Blanc.
Zwei Drittel sind mit den
weissen Sorten Macabeo, Parellada und etwas Chardonnay bestockt. Sie weisen ein
brillantes, klares Blassgelb auf und sind in der Nase fruchtig und im Gaumen
frisch.
Bei den roten
Sorten herrschen Trepat, Garnacha (Grenache) und Ull de Llebre (Tempranillo)
vor. Nachdem bislang vorwiegend traditionelle Rebsorten eingesetzt wurden, haben
diese mit Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah vermischt ein sehr gutes Resultat
beim Rotwein ergeben. Die Rotweine der DO Conca de Barberà sind Granatrot mit
violettem Rand, fruchtig und leicht.
Roséweine werden mehrheitlich mit der lokalen Rebsorte Trepat
hergestellt. Sie zählen zu den besten in Katalanien und zeigen eine klare Rosen-
bis Himbeerfarbe. Sie sind fruchtig, leicht.
Weitere Informationen
erhalten Sie hier:
Consejo Regulador de la
D.O. CONCA DE BARBERÁ
c/ Mayor, 124
43400 - MONTBLANC (Tarragona)
E-Mail: cr@doconcadebarbera.com
www.doconcadebarbera.com
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