Ernesto Pauli's

Weinlexikon

 

 

 

Sulmer - Rebsorte


Die rote Rebsorte Sulmer (V. Vinifera) ist eine Neuzüchtung zwischen Blaufränkisch (Blauer Limberger) x Schwarzelbling. Der deutsche Diplomlandwirt und Rebenzüchter August Herold (1902-1973) kreierte 1955 die neue Rebsorte. Der Sortenschutz wurde im Jahre 1985 erteilt.

 

Herold absolvierte in Hohenheim ein Agrarstudium. Nach Tätigkeiten an der Staatlichen Weinbau-Verwaltung und an der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft in Naumburg-Saale übernahm er im Jahre 1928 die Leitung der Württembergischen Anstalt für Rebenzüchtung und Rebenpfropfung in Weinsberg. Er schuf zahlreiche Zuchtstämme und neue Rebsorten wie zum Beispiel die Neuzüchtungen Dornfelder, Hegel, Helfensteiner, die nach ihm benannte Heroldrebe, Hölder, Juwel, Kerner, Ruling, Silcher.

 

"Getauft" wurde die Rebe nach dem Geburtsort Neckarsulm des Züchters. Dort, in der Stadt im Landkreis Heilbronn (D), wurden auch die legendären NSU Motorräder und ab 1957der Wankelmotor entwickelt. 

 

Die Rebflächen der Sulmer liegen in Deutschland und Japan, sind aber gering. Sie erzeugt tiefroten, rassigen Wein. Die Sulmer ist spät reifend und sehr farbkräftig. Sie ist auch als farbgebende Teinturier (Färbertraube) geeignet.

Uns bekannte Synonyme sind: WE S 351; WEINSBERG S 351

 


 

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