Traubensorten:

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Der Ursprung dieser roten Rebsorte ist nicht abschliessend geklärt. Angeblich soll sie schon unter dem römischen Kaiser Probus (232–282) aus Dalmatien nach Frankreich gekommen sein. Der volle Name der echten Gamaytraube lautet auf Grund ihres hellen und fast weissen Fruchtfleisches ”Gamay Noir à Jus Blanc” (deutsch "schwarzer Gamay mit weissem Saft"). Daneben gibt es aber noch viele andere Sorten unter diesem Namen, die teilweise Klone oder Mutationen (zum Beispiel Gamay Blanc – was aber auch als Synonym für andere Rebsorten verwendet wird - und Gamay Gris) oder gar nicht verwandt sind. Bei anderen Spielarten oder Mutationen wie zum Beispiel Gamay de Bouze, Gamay de Chaudenay und Gamay Fréaux handelt es sich um rotfleischige Teinturiers (Färbertrauben). Wie alle alten Rebsorten hat sie sehr viele Synonyme, unter anderem Carcaironne (Italien), Gamay Beaujolais, Gamay Noir, Gamay Rond, Game (Slowenien, Kroatien), Napa Gamay (Kalifornien), Petit Bourguignon, Petit Gamai, Plant d´Argenant, Plant de Montlambert und Plant Limagne.
Vor allem wird sie in Frankreich kultiviert, im Beaujolais belegt sie mit 34.000 Hektar über 90% der Rebfläche. Die Erzeugung
dieses berühmten Rotweines ist genau auf die Eigenschaften dieser Rebsorte
abgestimmt, weshalb man sie auch "Beaujolais-Traube" nennt. In Burgund ergibt
die Sorte mit Pinot Noir den Passe-tout-grain. In der Schweiz ist die Rebe mit
15% der Rebfläche nach dem Blauen Burgunder (Pinot noir) die zweitwichtigste Rotweinsorte.
Hier wird sie zum Beispiel mit Pinot Noir zum bekannten Dôle verschnitten.
Weiters ist sie in Bulgarien, Italien, im ehemaligen Jugoslawien, Kanada,
Südafrika und Kalifornien verbreitet. Der daraus gekelterte Wein ist fruchtig,
säurereich und eher tannin- und alkoholarm, die Farbe ist rubinrot mit
bläulichem Schimmer.
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