Rebkrankheiten
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Schwarzfleckenkrankheit
(Phomopsis viticola) Der Erreger der Schwarzfleckenkrankheit
ist weltweit verbreitet. Schäden verursacht er zumeist in Gebieten, in
denen in der Phase des Rebenaustriebs häufig Niederschläge fallen. In
Mitteleuropa wird er etwa seit 1960 verstärkt beobachtet. Der Pilz
zerstört vorzugsweise die obersten Zellschichten junger, im
Zellteilungs- und Streckungswachstum befindlicher Reborgane. Die
geschädigten Pflanzenteile sind zunächst nur schwer von gesunden zu
unterscheiden Junge, noch im Streckungswachstum befindliche Blättchen
zeigen zunächst nur eine leichte Bronzierung. Mit bloßem Auge deutlich
sichtbare Symptome treten aber erst bei der weiteren Entwicklung auf.
Nach einer Inkubationszeit von 3 – 4 Wochen, entwickeln
sich an den Blättern durch den Befall Deformationen und punktförmige
chlorotische Aufhellungen. Meist fallen die stark geschädigten Blätter
im Juli ganz ab. Triebe platzen bei Befall oberflächlich auf, und
bilden schorfartige Nekrosen aus. Grundsätzlich können alle grünen
Pflanzenteile, zum Beispiel auch Trauben- und Blattstiele oberflächlich
nekrotisiert werden. Die Nekrosen sind jedoch hauptsächlich auf Triebe
und andere Pflanzenteile begrenzt, die sich in der Nähe und
insbesondere unterhalb von befallenen, verholzten Teilen des Rebstocks
befinden. Schwach wachsende Rebstöcke werden besonders stark befallen. Der Pilz kann bei starkem Befall den Ertrag deutlich reduzieren. Die Abschätzungen der Verluste ergaben einen mittleren Verlust von 10 % des Ertrages, wenn etwa 40 % der Ruten Befallssymptome (weiße Verfärbung) aufwiesen. Der Befall verringert auch das Ertragspotential im Folgejahr, da die basalen Augen teilweise nicht austreiben. Die Auswirkungen entsprechen in diesem Fall einem verkürzten Anschnitt, d. h., in der Regel ist die Qualität der verbleibenden Trauben durch die Menge-Güte-Relation höher. Anlagen mit schwachem Wuchs werden stärker geschädigt. Die Anfälligkeit der Rebsorten ist sehr
unterschiedlich. Hoch anfällig sind z. B. Müller-Thurgau, Kerner,
Trollinger und Portugieser. Eine relativ große Anfälligkeit weisen
auch die Sorten Dornfelder und Lemberger auf, eine mittlere Anfälligkeit
Riesling und Silvaner. Wenig anfällig sind alle Burgundersorten.
Sind beim Rebenschnitt die typischen
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